Bundesverband der Juso-Hochschulgruppen

Newsletter Juni 2018

Inhalt

  1. Jetzt anmelden zum Bildungspolitischen Kongress in Berlin!
  2. Bundeskoordinierungstreffen in Frankfurt am Main
  3. Juso-Hochschulgruppen fordern sofortige BAföG-Reform
  4. Austausch mit der Jüdischen Studierendenunion Deutschlands (JSUD)
  5. 20 Jahre Bologna und kaum Fortschritte zu sehen!
  6. Deutschlandstipendium bleibt Nullnummer – BAföG-Trendwende jetzt!
  7. Bildungsgerechtigkeit erfordert mehr Einsatz
  8. Wertekunde-Unterricht ist billige Symbolpolitik
  9. Die Lockerung des Kooperationsverbotes ist nur ein erster Schritt

Jetzt anmelden zum Bildungspolitischen Kongress in Berlin!

Vom 29. Juni bis zum 1. Juli veranstalten wir gemeinsam mit der SPD-Bundestagsfraktion unseren diesjährigen Bildungspolitischen Kongress unter dem Titel „Wie gelingt der Bildungsaufbruch? Visionen für ein gerechtes Studium“. Anlässlich des 20. Jahrestages der Bologna-Reform wollen wir einen Blick auf die aktuelle Ausgestaltung des Studiums werfen und unser Bildungssystem vom Kopf auf die Füße stellen. Dazu werden wir erneut mit spannenden Gästen diskutieren. Wir laden alle Hochschulgrüppler*innen und Interessierten herzlich ein. Die Anmeldung ist ab sofort auf unserer Homepage möglich.

Bundeskoordinierungstreffen in Frankfurt am Main

Vom 18. bis 20. Mai hat das erste Bundeskoordinierungstreffen (BKT) 2018 der Juso-Hochschulgruppen in Frankfurt am Main stattgefunden. An drei Tagen haben über 100 Delegierte intensive Debatten geführt und wichtige Beschlüsse gefasst. Außerdem durften wir den stellvertretenden SPD-Parteivorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel bei uns begrüßen. Zu Gast waren auch der freier zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) und Campusgrün, denn im Kampf für eine gerechte Hochschulpolitik braucht es progressive Bündnispartner*innen.
Zudem wurde Marieke Reiffs als Bundesgeschäftsführerin wiedergewählt. Ebenfalls wurde eine neue Anti-Sexismus-Kommission gewählt, bestehend aus Ines Frankenhauser, Julian Muhs, Josefine Rückert und Nico Gerschler.

Juso-Hochschulgruppen fordern sofortige BAföG-Reform

Auf unserem Bundeskoordinierungstreffen haben wir unsere Forderung nach einer sofortigen BAföG-Reform noch in diesem Jahr bestärkt, denn der Bedarf dafür ist überall spürbar. Erste Verbesserungen sind bereits jetzt leicht umsetzbar. Die Verlängerung der BAföG-Berechtigung um zwei Semester wäre ein erster Schritt, der sofort angegangen werden muss. Weiterhin gilt es, eine deutliche Erhöhung und regelmäßige Anpassung der Fördersätze anzupacken. Die Freibeträge müssen erhöht und Restriktionen wie Altersgrenzen aufgebrochen werden. Die gesamte Pressemitteilung findet sich hier.

Austausch mit der Jüdischen Studierendenunion Deutschlands (JSUD)

Wir haben uns im vergangenen Monat mit Dalia Grinfeld, Präsidentin der Jüdischen Studierendenunion Deutschlands (JSUD) getroffen. Wir hatten einen intensiven Austausch zu jüdischem Leben und Kultur in Deutschland und an den Hochschulen. Darüber hinaus haben wir gemeinsam über aktuelle Probleme für jüdische Studierende an Hochschulen gesprochen, von Antisemitismus bis hin zu Themen wie Prüfungen an hohen jüdischen Feiertagen. Auch in Zukunft wollen wir die Zusammenarbeit fortführen und gemeinsam gegen jeden Antisemitismus kämpfen.

PM: 20 Jahre Bologna und kaum Fortschritte zu sehen!

Vom 23.-25. Mai fand in Paris die Bologna-Konferenz statt. Hier wurde es leider verpasst, entscheidene Schritte im Bereich Soziales und Studierbarkeit vorzunehmen. Stattdessen lag der Fokus auf strukturellen Elementen wie Qualifikationsrahmen oder der Einrichtung europäischer Hochschulnetzwerke. Hier findet Ihr unsere Pressemitteilung zu unseren Anforderungen an den Bologna-Prozess.

PM: Deutschlandstipendium bleibt Nullnummer – BAföG-Trendwende jetzt!

Am 17. Mai wurden die aktuellen Zahlen aus dem Jahr 2017 zum Deutschlandstipendium veröffentlicht. Eine wesentliche Änderung hat sich nicht ergeben; so lag die Steigung zu 2016 nur bei 2 Prozent. Insgesamt werden nur 0,9 Prozent aller Studierenden gefördert. Anstelle dieser leistungsabhängigen Förderung für nur ganz wenige muss schnellstmöglich eine vollumfassende BAföG-Reform her, die auch so im Koalitionsvertrag vereinbart wurde. Die gesamte Pressemitteilung findet Ihr hier.

PM: Bildungsgerechtigkeit erfordert mehr Einsatz

Das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung hat Zahlen zum Bildungstrichter veröffentlicht, die deutlich machen, dass sich in Sachen Bildungsgerechtigkeit und Hochschulzugang nicht viel getan hat. Noch immer beginnen Kinder aus Nichtakademiker*innenfamilien deutlich seltener ein Studium. Bildungsgerechtigkeit muss bereits in der Schule beginnen, weshalb wir wieder über Gemeinschaftsschulen diskutieren sollten.
Unsere vollständige Pressemitteilung findet Ihr hier.

PM: Wertekunde-Unterricht ist billige Symbolpolitik

Der Vorschlag eines neuen Wertekunde-Unterrichts ausschließlich für Geflüchtete ist nichts als billige Symbolpolitik der Union. Integration gelingt nicht durch Separation, sondern durch Inklusion aller in den schulischen Alltag. Werte wie Demokratie, Gleichberechtigung, Toleranz und Solidarität müssen allen Kindern gleichermaßen in der Schule vermittelt werden. Zur Pressemitteilung geht es hier.

PM: Die Lockerung des Kooperationsverbotes ist nur ein erster Schritt!

Anfang des Monats hat das Bundeskabinett eine Lockerung des Kooperationsverbotes beschlossen. Für die Digitalisierung und eine angemessene Finanzierung des Bildungssystems ist sie unausweichlich. Trotzdem geht sie uns nicht weit genug, das Kooperationsverbot muss vollständig abgeschafft werden! Gleichzeitig muss die Verstetigung des Hochschulpaktes angegangen und dieser durch einen Hochschulsozialpakt ergänzt werden. Die vollständige Pressemitteilung gibt es hier.

 
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