Bundesverband der Juso-Hochschulgruppen

Newsletter März 2016

Inhalt

  1. Pressemitteilung: Inklusion durch Bildung statt weitere Asylrechtsverschärfungen!
  2. Gemeinsame Pressemitteilungen:Keine Zensur von Kritik an Sexismus
  3. Konferenz: "Exzellenzinitiative evaluiert"
  4. Konferenz: "Refugees Welcome - Hochschulzugang für Geflüchtete" 

Pressemitteilung: Inklusion durch Bildung statt weitere Asylrechtsverschärfungen!

Nach der Verabschiedung des Asylpakets II haben wir unsere Kritik deutlich gemacht. Die Aussetzung des Familiennachzugs für Geflüchtete mit subsidiärem Schutz zeigt exemplarisch die untragbare Stoßrichtung. Ebenfalls stark kritisiert haben wir den finanziellen Eigenanteil bei Integrationskursen. Uns ist schleierhaft, warum Geflüchtete an der Finanzierung der Kurse beteiligt und so die gesellschaftliche Teilhabe riskiert werden soll. Statt weiter Gesetze zu verschärfen muss es endlich um Inklusion gehen! Unsere vollständige Pressemitteilung findet ihr hier.

Gemeinsame Pressemitteilungen: Keine Zensur von Kritik an Sexismus

Keine Zensur von Kritik an Sexismus – unter diesem Motto veröffentlichte ein breiter Zusammenschluss von Studierendenschaften und Studierendenverbänden die „verbotene“ Kritik an Pick-up-Artists. Die Studierendenschaft der Universität Frankfurt hatte diese Kritik in ihrer studentischen Zeitung veröffentlicht und befindet sich jetzt aufgrund einer Beschwerde in einem entsprechenden Gerichtsprozess. Mit der breiten Veröffentlichung soll klargestellt werden, dass sogenannte Pick-up-Artists nicht etwa harmlose Trainer für mehr Selbstsicherheit sind, sondern gezielt Techniken anwenden, die den Widerstand von Frauen* brechen sollen. Außerdem steht die Forderung, dass Kritik an Sexismus am Campus weiter möglich sein muss, im Vordergrund. Darüber hinaus haben wir immer wieder die Wichtigkeit eines allgemeinpolitischen Mandats für Studierendenschaften herausgestellt. Die gemeinsamen Pressemitteilungen zur Aktion findet ihr hier und hier.

Konferenz: "Exzellenzinitiative evaluiert"

Mitte Februar besuchten wir die Konferenz "Exzellenzinitiative evaluiert - Empfehlungen zur Zukunft des Wissenschaftssystems" des Netzwerk Exzellenz an deutschen Hochschulen, bei dem die Spitzen der Forschungsgemeinschaften und der Wissenschaftspolitik die Ergebnisse des Imboden-Berichts diskutierten. In einer Sache waren sich alle einig: Gute Wissenschaft geht nur mit guter Lehre. Dieser Grundsatz muss in Zukunft stärker bedacht werden. Erschreckend waren dagegen einige Aussagen zu Entscheidungsstrukturen an Hochschulen. Viele sprachen sich dafür aus, die Exzellenzinitiative im Sinne des Berichts dafür zu nutzen, Gremien an der Hochschule zu hinterfragen bzw. ganz abzuschaffen.
Unsere Position bleibt aber unverändert: Die Exzellenzinitiative ist falsch! Statt ein paar Spitzenunis noch stärker zu belohnen, brauchen wir ein klares Bekenntnis des Bundes zu einer starken Breitenfinanzierung.

Konferenz: "Refugees Welcome - Hochschulzugang für Geflüchtete"

Anfang Februar waren wir bei der Veranstaltung  „Refugees Welcome – Hochschulzugang für Geflüchtete“ der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin. Gemeinsam diskutierten wir mit verschiedenen Expert*innen aus Politik und Hochschulen über die Schwierigkeiten und Herausforderungen bei der konkreten Umsetzung. Es waren sich alle darin einig, dass der Hochschulzugang deutlich vereinfacht werden muss.
Es reicht allerdings nicht, die Hochschulen zu öffnen - es muss immer auch die Finanzierung des Studienalltags bedacht werden. Deswegen ist es genauso wichtig, das BAföG auszubauen und die Zugangshürden für Geflüchtete weiter abzusenken.

 
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