Bundesverband der Juso-Hochschulgruppen

Newsletter November 2015

Inhalt

 

  1. Bericht vom BKT 2015/2
  2. GEW-Aktionswoche Traumjob Wissenschaft
  3. FES-Veranstaltung zur Exzellenzinitiative
  4. WissZeitVG: Verbesserungen statt fauler Kompromisse
  5. Jetzt erst recht: Kooperationsverbot abschaffen!
  6. Hausbesetzung in Göttingen

Bericht vom BKT 2015/2

Unser zweites BKT in diesem Jahr fand vom 20. bis 22. November in Berlin statt. Am ersten Abend haben wir mit Steffen Krach, Staatssekretär für Wissenschaft in Berlin und ehemaliger Hochschulgrüppler, diskutiert. Im weiteren Verlauf des Wochenendes haben wir uns unter anderem mit Anträgen zu menschenwürdiger Asylpolitik, Frauen* in der Wissenschaft, guter Sozialberatung an Hochschulen und mehr Interdisziplinarität im Studium beschäftigt. Außerdem haben wir unser Arbeitsprogramm für das kommende Jahr beschlossen und  turnusgemäß einen neuen Bundesvorstand gewählt. Dieser besteht nun aus: Jacqueline Dejosez, Josefine Geib, Florian Korb, Max Meisenheimer, Ferdinand Meyer-Erlach, Mia Thiel und Anna Wilhelmi. Einen ausführlichen Bericht zum Wochenende findet Ihr hier.

GEW-Aktionswoche Traumjob Wissenschaft

Vom 02. bis 06. November haben wir die Aktionswoche „Traumjob Wissenschaft“ der GEW unterstützt. Die Arbeitsbedingungen im Wissenschaftsbetrieb sind prekär: Befristungswahn, unbezahlte Überstunden und Unsicherheit müssen ein Ende haben! Für den Mittelbau muss es wieder eine Perspektive geben. Gemeinsam mit den Aktivist*innen der über 100 Veranstaltungen treten wir für Veränderungen ein. Ein erster Schritt ist die anstehende Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes. Doch auch hier gibt es großen Nachbesserungsbedarf. Unsere Pressemitteilung zur Aktionswoche könnt Ihr auf der Homepage lesen.

Veranstaltung „Alles exzellent - Die Zukunft des Wissenschaftssystems“

Am 11. November haben wir an der Veranstaltung „Alles exzellent - Die Zukunft des Wissenschaftssystems" der Friedrich-Ebert-Stiftung teilgenommen. Es wurde u. a diskutiert, was wir an Hochschulen verändern müssen, um für Wissenschaftler*innen und Student*innen eine bessere Situation zu schaffen. Konkret ging es um die Frage nach Vereinbarkeit von Familie und Beruf bzw. Studium sowie um die prekäre Situation von Promovierenden, die durch die Lehre oftmals keine Zeit mehr für die eigene Qualifikation haben und unter befristeten Verträgen leiden. Außerdem wurde über die Weiterführung der Exzellenzinitiative diskutiert, die wir ablehnen. Hochschulen dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern müssen von staatlicher Seite ausfinanziert werden.

WissZeitVG: Verbesserungen statt fauler Kompromisse

Der Bundestag diskutiert aktuell die Novelle des Wissenschaftszeitvertragsgesetz. Was als Ende prekärer Arbeitsbedingungen angekündigt wurde, sieht im Moment eher nach einem winzigen Reförmchen aus. Der breite Protest gegen die aktuelle Novelle zeigt, dass noch viel mehr getan werden muss. Es gibt konkrete Ansatzpunkte, um wissenschaftliche Angestellte endlich von ihren prekären Arbeitsbedingungen zu befreien. Diese betreffen alle: studentische Beschäftigte, Promovierende und wissenschaftliche Mitarbeiter*innen. In unserer Pressemitteilung haben wir unsere Kritik formuliert. 

Jetzt erst recht: Kooperationsverbot abschaffen!

Wir Juso-Hochschulgruppen fordern schon seit langem die Abschaffung des Kooperationsverbots. Gerade jetzt, wo viele junge Menschen in die BRD flüchten braucht es ausreichend finanzielle Mittel, um zusätzliche Lehrer*innenstellen zu schaffen. Diese Forderung in der aktuellen Situation ideologiebeladen zu nennen, ist schlichtweg eine Unverschämtheit und zeigt das mangelnde Verständnis der Union für die Lage von Geflüchteten. Unsere ausführliche Pressemitteilung dazu findet Ihr hier

Hausbesetzung in Göttingen

Aktivist*innen haben ein seit 2009 leerstehendes ehemaliges DGB-Haus in Göttingen besetzt. Momentan wird es als Wohnraumprojekt für Geflüchtete und finanziell schlechter gestellte Menschen genutzt. Wir fordern schon lange, endlich Leerstände zu nutzen. Der DGB als Eigentümer darf sich im konkreten Fall seiner Verantwortung nicht entziehen. Wir unterstützen die Besetzer*innen daher ausdrücklich in ihrem Vorhaben auf den Mangel an bezahlbarem Wohnraum aufmerksam zu machen.

 
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