Bundesverband der Juso-Hochschulgruppen

Newsletter Oktober 2015

Inhalt

  1. Treffen der SPD-Bildungspolitiker*innen: Kirkel
  2. Unser Seminarwochenende in Würzburg
  3. Perspektivkongress in Mainz
  4. PM: Das Märchen von den 100.000 neuen BAföG-Empfänger*innen
  5. Appell „'Erziehung nach Auschwitz' und der Lehrberuf“
  6. Treffen mit dem fzs-Vorstand
  7. PM: Prekäre Wohnraumsituation beenden: Bezahlbarer Wohnraum für alle!
  8. Ausblick: GEW-Aktionswoche "Traumjob Wissenschaft" vom 02. bis 06. November
  9. Ausblick: Bundeskoordinierungstreffen vom 20. bis 22. November in Berlin

 

Treffen der SPD-Bildungspolitiker*innen: Kirkel

Am 9. und 10. Oktober trafen sich Bildungspolitiker*innen der SPD zu Austausch und Diskussion über aktuelle Themen. Die Weichenstellungen in der Bildungs- und Hochschulpolitik wurden dabei ebenso in den Blick genommen wie auch über aktuelle Koalitionen auf Landes- und Bundesebene hinaus debattiert. Dabei lag ein starker Fokus auf der Situation von Geflüchteten. Für uns Juso-Hochschulgruppen ist klar: Der Zugang zu Bildung – z.B. Kindertagesstätte, Schule, Ausbildung und Hochschule - muss für Geflüchtete einfach und schnell sichergestellt werden. Darüber hinaus wurden in Kirkel unter anderem Möglichkeiten der Digitalisierung und Herausforderungen in der beruflichen Bildung diskutiert.

 

Unser Seminarwochenende in Würzburg

Vom 9. bis 11. Oktober fand das zweite Seminarwochenende in diesem Jahr in Würzburg statt. Fast 50 Hochschulgrüppler*innen aus der ganzen Bundesrepublik kamen zusammen, um sich mit Inklusion, marxistischer Theorie und Projekt- und Kampagnenmanagement auseinanderzusetzen. Außerdem hatten wir mit Georg Rosenthal, MdL, eine spannende Debatte zur landespolitischen Situation in Bayern, zur derzeitigen Asylpolitik und der Situation der SPD. Das Wochenende bot wie immer auch Raum zum informellen Austausch zwischen allen Teilnehmenden.

 

Perspektivkongress in Mainz

Am 11. Oktober lud die SPD alle Mitglieder zum Perspektivkongress (https://perspektivkongress.spd.de) nach Mainz ein. Auch die Juso-Hochschulgruppen waren dort vertreten. Vor allem im Workshop zu „Guter Bildung“ haben wir unsere Ansprüche formuliert. Die Debatte hatte primär einen Fokus auf schulische Bildung, bot aber auch die Möglichkeit zu bekräftigen, dass die Änderungen der Großen Koalition am BAföG nicht ausreichen, sondern die Studienfinanzierung dringend weiter verbessert werden muss. Außerdem kritisierten wir die unzureichende Sichtbarkeit bildungspolitischer Themen in der SPD.

 

PM: Das Märchen von den 100.000 neuen BAföG-Empfänger*innen

Die Zahl der BAföG-Empfänger*innen ist weiterhin rückläufig und anstatt endlich zu reagieren, verweist Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) stets auf die Reform im kommenden Jahr. Ihre Untätigkeit ist studierendenfeindlich und sozial ungerecht. Schon heute reicht das BAföG vielen Studierenden nicht, um ihren Lebensunterhalt zu  finanzieren und bis 2016 wird eine gesamte  Studierendengeneration ihr Studium beenden, ohne je eine BAföG-Erhöhung erlebt zu haben. Unsere Pressemitteilung zu dem Thema findet ihr hier.

 

Appell „'Erziehung nach Auschwitz' und der Lehrberuf“

Das vielzitierte Diktum Adornos - „Die Forderung, dass Auschwitz nicht noch einmal sei, ist die allererste an Erziehung. Sie geht so sehr jeglicher anderen voran, dass ich weder glaube, sie begründen zu müssen noch zu sollen.“ - ist für uns keine hohle Phrase, sondern Teil unseres Bildungsbegriffs. Auschwitz und das, wofür es steht, müssen elementarer Bestandteil des Lernens, insbesondere in Schule und Hochschule sein. Deshalb haben wir den Appell „'Erziehung nach Auschwitz' und der Lehrberuf“ unterzeichnet, der fordert, dass die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit bundesweit fester Bestandteil der Erziehungswissenschaft sein muss. Wir rufen Euch auf, dasselbe zu tun!

 

Treffen mit dem fzs-Vorstand

Am 16. Oktober haben wir den neu gewählten fzs-Vorstand in seiner Geschäftsstelle in Berlin besucht. Im Mittelpunkt des Treffens standen die aktuellen Debatten um die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung und Handlungsmöglichkeiten für Hochschulgruppen und Studierendenvertretungen vor Ort. Doch auch andere hochschulpolitische Themen wie das Wissenschaftszeitvertragsgesetz, die unzureichende BAföG-Reform, studentische Tarifverträge und das Frauen*-Empowerment-Programm der Juso-Hochschulgruppen standen auf der Agenda. Wir freuen uns über den regen Austausch mit dem fzs-Vorstand und hoffen weiter auf eine konstruktive und kollegiale Zusammenarbeit.

 

PM: Prekäre Wohnraumsituation beenden: Bezahlbarer Wohnraum für alle!

Der Wohngeld- und Mietenbericht vom 28. Oktober zeigt die prekäre Situation in großen Städten und vielen Hochschulstandorten. Das stellt Menschen mit geringem Einkommen, viele Studierende, Familien und Geflüchtete vor oft unlösbare Herausforderungen. Hier findet ihr unser Statement dazu.

 

Ausblick: GEW-Aktionswoche "Traumjob Wissenschaft" vom 02. bis 06. November

Angesichts der prekären Situation vieler Wissenschaftler*innen, insbesondere wegen befristeter Verträge, ist die derzeit diskutierte Novelle des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes dringend geboten. Der Gesetzgebungsprozess, der in die finale Phase geht, muss noch intensiver begleitet werden. Alle Informationen zur Aktionswoche stellt die GEW unter www.Traumjob-Wissenschaft.de online und ruft zur Beteiligung auf. Dem können wir uns nur anschließen: Voller Einsatz für gute Beschäftigungsbedingungen an unseren Hochschulen - für alle!

 

Ausblick: Bundeskoordinierungstreffen vom 20. bis 22. November in Berlin

Vom 20. bis 22. November findet unser nächstes Bundeskoordinierungstreffen in Berlin statt. Es stehen Antragsberatungen zu aktuellen Themen, die Diskussion mit Gästen und die Wahl des Bundesvorstandes an. Alle weiteren Informationen finden sich hier sowie der Rundbrief mit Anträgen und Kandidaturen hier.

 

 

 
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