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Hochschulfinanzierung

Seit die weltfremde Idee der „Elite-Hochschulen" in der öffentlichen Debatte zum heiligen Gral erhoben wurde, ist das damit verbundene radikale Umdenken in der deutschen Hochschulpolitik zu spüren. Das Ziel ist nicht mehr die Breitenförderung, sondern einige wenige Hochschulen durch massive Forschungsförderung zu „Leuchttürmen" der internationalen Wissenschaft auszubauen, die mit ihrer kleinen Zahl an Studierenden den Nachwuchs an Forscher*innen hervorbringen sollen.
 
Die Vielzahl der Hochschulen auf der anderen Seite wird dadurch zu reinen Ausbildungsstandorten degradiert, die möglichst viele Studierende möglichst schnell zu einem Abschluss bringen sollen. Dies ist ein Zustand, den wir scharf verurteilen! Investitionen dürfen nicht nur punktuell erfolgen. Insbesondere vor dem Hintergrund der in personeller, wie technischer Hinsicht unzureichenden Ausstattung der Hochschulen sowie weiter steigender Studierendenzahlen ist das unverantwortlich. Allen Hochschulen muss die Optimierung ihrer Lehre ermöglicht werden, um die bereits bestehende Schieflage auszugleichen und alle Studierenden an den verbesserten Bedingungen teilhaben zu lassen. Dafür bedarf es der Abschaffung des Kooperationsverbotes und flächendeckender Investitionen. 
 
Davor schützt auch der zwischen den Hochschulen ausgerufene, schon von seinem Gedanken her falsche, Wettbewerb nicht. Nicht im Wettstreit um, in zu geringem Maß, vorhandener Mittel, sondern durch die breite Ausstattung aller Einrichtungen, werden Hochschulbildung und Forschung erfolgsversprechend vorangebracht.

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