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Inklusion

Menschen mit Migrationshintergrund werden auf vielfältige Weise diskriminiert. Im deutschen Bildungssystem trifft sie die schon generell vorhandene Undurchlässigkeit noch stärker. An Hochschulen stellen Menschen mit Migrationshintergrund gerade einmal 8% der Studierenden und sind damit deutlich unterrepräsentiert.

Diese Zahl überrascht jedoch nicht, angesichts der Benachteiligungen denen Jugendliche mit Migrationshintergrund während ihrer Schulzeit ausgesetzt sind. So müssen sie öfter eine Klasse wiederholen, bekommen seltener eine Empfehlung für Gymnasien und werden häufiger ohne Abschluss aus der Schule entlassen.

Wir Juso-Hochschulgruppen setzen uns für eine Verbesserung der Situation von Menschen mit Migrationshintergrund in allen gesellschaftlichen Bereichen ein. Hierzu zählt vor allem die Sicherstellung der Durchlässigkeit des Bildungssystems. Ein verpflichtender Besuch einer Kindertagesstätte, eine Gemeinschaftsschule für alle, das Recht auf einen Ausbildungsplatz und die Öffnung der Hochschulen für alle Menschen mit Hochschulzugangsberechtigung sowie für beruflich Qualifizierte sind wichtige Schritte, um Menschen mit Migrationshintergrund die Partizipation am Bildungssystem zu ermöglichen.

Auch Menschen mit chronischer Erkrankung und/oder Beeinträchtigung sind an unseren Hochschulen weiterhin unterrepräsentiert. Das liegt vor allem daran, dass Inklusion bislang nicht von allen Menschen als Selbstverständlichkeit verstanden wird. Häufig stellen schon die Hochschulgebäude oder der Campus eine unüberwindbare Hürde für Studierende mit Beeinträchtigung dar.

Wir Juso-Hochschulgruppen setzen uns daher für umfassende Barrierefreiheit an Hochschulen ein, damit auch Studierende mit Beeinträchtigung die Möglichkeit haben, gleichberechtigt am Hochschulalltag zu partizipieren.

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