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Europa und Internationales

Die Juso-Hochschulgruppen sind ein internationalistischer Richtungsverband und verstehen sich als Teil einer europäischen und internationalen Bewegung. Vor allem auch im Bildungsbereich, in dem die Grundlagen einer Gesellschaft gelegt werden, muss Raum sein für internationale Erfahrungen und Perspektiven. 
 
Auch der Hochschulbereich ist schon lange nicht mehr eine rein nationale Angelegenheit, seit vielen Jahren gibt es Bestrebungen, die eine Europäisierung verfolgen. Der Bologna-Prozess hat in vielerlei Hinsicht zur Schaffung eines gemeinsamen Hochschulraumes in Europa beigetragen, in zahlreichen Länder sind mittlerweile fast flächendeckend Bachelor- und Masterstudiengänge eingeführt worden. Wir unterstützen dies grundsätzlich, zugleich darf die Bologna-Reform aber nicht missbraucht werden, um bestehende Ökonomisierungsprozesse weiter voranzutreiben. Ein europäischer Hochschulraum muss auch ein guter Hochschulraum sein – mit gleichen Chancen für alle! Das bedeutet auch, dass er sich nicht nach außen abschottet, sondern einen Austausch über Europa hinaus fördert.
 
Wir setzen uns dafür ein, dass alle Studierenden ihren Studienort frei wählen können und die Möglichkeit von Auslandsaufenthalten nutzen können – unabhängig ihrer finanziellen Situation oder ihres Herkunftslandes. Wir wollen daher mehr jungen Menschen den Zugang zu Erasmus+ ermöglichen. Zugleich muss die Situation von ausländischen Studierenden – vor allem auch jenen aus nicht-EU-Staaten – innerhalb der Bundesrepublik verbessert werden. Wir setzen uns deshalb gegen Negativmaßnahmen wie spezielle Gebühren, Diskriminierung beim Hochschulzugang oder kostenpflichtige Sprachkurse ein.
 
Parallel muss der europäische Wissenschaftsraum gestärkt und der internationale Austausch im Forschungsbereich intensiviert werden. Einsparmaßnahmen im Wissenschaftssektor im Zuge einer Austeritätspolitik lehnen wir entschieden ab.

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