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Netzpolitik

Wo fadenscheinige Argumente zur inneren Sicherheit die Freiheit bedrohen - Mehr Datenschutz an den Hochschulen und in der Gesellschaft verwirklichen!
 
Datenschutz ist zurzeit nicht zuletzt aufgrund der Enthüllungen Edward Snowdens weltweit in den Fokus der medialen Öffentlichkeit gerückt. Das Ausmaß, in dem Geheimdienste auf unsere privaten Daten zugreifen, wirkt verstörend. Doch schon die Befragungen von Wähler*innen im Vorfeld der Bundestagswahl 2013 zeigen, dass die Relevanz des Themas in der Bevölkerung der BRD nicht wahrgenommen wird, wahrscheinlich da die Auswirkungen eines Überwachungsstaates unterschätzt werden. 
Wir Juso-Hochschulgruppen wollen um die Gesellschaft mehr für die Bedeutung von Datenschutz zu sensibilisieren in einem ersten Schritt dieses Thema an den Hochschulen vorantreiben, indem wir Diskurse anstoßen und uns gleichzeitig für einen sensiblen Umgang mit Daten seitens der Hochschulleitungen und Verwaltungen einsetzen.
 
Privatwirtschaftlicher Zensur von wissenschaftlichen Erkenntnissen entgegenwirken - Freien Zugang zu Forschungsergebnissen sicherstellen!
 
Zum jetzigen Zeitpunkt bereichern sich Verlage, also privatwirtschaftliche Akteure im Wissenschaftsbetrieb vor allem daran, dass viele Forscher*innen auf die Vermittlung von Korrekturleser*innen angewiesen sind. Diese Korrekturleser*innen sind jedoch ebenfalls Wissenschaftler*innen die ihre Korrekturlesearbeiten kostenlos zur Verfügung stellen und im Gegenzug diese Hilfestellung auch von anderen in Anspruch nehmen. Das Verlagswesen erfüllt insofern nur die geringe Leistung der Organisation des Peer-Review-Prozess, bekommt allerdings die Rechte an den wissenschaftlichen Veröffentlichungen und verdient damit jährlich Millionen, da Hochschulen und Privatpersonen für das Verfügen über wissenschaftliche Arbeiten auf diese Weise den Verlagen Geld bezahlen müssen.
 
Wir fordern deshalb Open Access, also eine Neuorganisation des Peer-Review-Verfahrens um den kostenlosen Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen zu sichern und die Bereicherung von privatwirtschaftlicher Seite an Informationen, die allen Menschen zugänglich sein sollten zu stoppen!
 
Intelligenten Umgang mit E-Learning vorantreiben - Nutzung von Zusatzangeboten ohne Vernachlässigung von Präsenzhochschulen! 
 
Ob online Abrufbare Videos von Vorlesungen, interaktive Online Kurse oder ganze online zu bewerkstelligende Studiengänge samt Prüfung - die Möglichkeiten, die E-Learningangebote bieten, sind immens. Davon können weltweit auch studierwillige Menschen profitieren, deren Weg zur nächsten Hochschule zu weit entfernt ist oder die zu wenig Geld haben, um sich ein oftmals teures Studium zu finanzieren. Doch E-Learning Angebote können nicht nur für mehr Offenheit von Hochschulbildung beitragen, sondern auch zum Gegenteil. Denn leider spielt in unserer Gesellschaft immer noch der sogenannte "digital divide" noch ein große Rolle - also der fehlende Zugang oder die fehlenden Kenntnisse zum Internet und zu neuen Medien.
Wir Juso-Hochschulgruppen wollen uns deshalb dafür einsetzen Onlineangebote auszubauen und für möglichst viele erreichbar zu machen und gleichzeitig dafür zu kämpfen, dass der Staat dies nicht als Ausrede benutzt, um die Präsenzhochschulen zu vernachlässigen. Nicht nur kann eine gezielte Verknüpfung von Präsenzkursen und Online-Angeboten (Blended Learning) sehr sinnvoll sein kann – es muss auch das Recht jeder*s Studierenden sein, den individuellen Weg des Lernens frei zu wählen.

 

 

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