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Gute Lehre/Studienreform

Die Bundesrepublik ist weit davon entfernt, ein Vorzeigeland zu sein, wenn es um die Qualität der Lehre an Hochschulen geht. Vielmehr ist die Situation oft geprägt durch ein katastrophales Betreuungsverhältnis, an Massenabfertigung erinnernde Vorlesungen mit mehr als tausend Studierenden, monatelange Wartezeiten auf Sprechstundentermine sowie fehlende fachliche und soziale Studienberatung. Die unterschiedlichen Bedürfnisse einzelner Studierenden können so kaum berücksichtigt werden, Freiräume für kritisches Denken sind Mangelware. Die Bologna-Reform hat diese Probleme nicht gelöst, sondern durch die verstärkte Verschulung der Bachelor- und Masterstudiengänge zum Teil eher noch verschlimmert.
 
Einer der Gründe für diese Misere ist schlicht und ergreifend der Mangel an finanziellen Mitteln. Abgesehen von der Tatsache, dass in Deutschland ohnehin zu wenig Geld in Bildung und Forschung fließt, kommt an Hochschulen ein Gros der Mittel der Forschung zugute, die Lehre hingegen kommt meistens zu kurz.
Neben finanziellen Problemen sind aber auch mangelnde didaktische Kompetenzen der Lehrenden ein großes Problem. Vor allem auf die Herausforderung heterogener Lerngruppen sind viele Dozent*innen aktuell nicht vorbereitet.
 
Wir wollen, dass Lehre in der Bildungs- und Forschungspolitik wieder zu einer Priorität wird! Dies kann nicht durch Wettbewerbe erreicht werden, es braucht eine flächendeckende Ausfinanzierung der Hochschulen sowie Maßnahmen, um Lehrende didaktisch aus- und weiterzubilden. Dabei muss auch eine Sensibilisierung der Dozent*innen für Gleichstellungsaspekte und Inklusion erfolgen.

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